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BDP bei Anhörung zu Herzerkrankungen in Bonn

Die Arbeitsgemeinschaft Koordinierungsausschuss beim Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS) in Bonn lud am 12. März 2003 Vertreter von Fachverbänden ein, um deren Stellungnahme zur vorliegenden Entwurf eines Chronikerprogramms KHK einzuholen. Für den BDP war sein Referent für Fachpolitik, Fredi Lang anwesend. Nach seiner Einschätzung war aufgrund der geringen Größe der Runde – bei der letzten Anhörung im Dezember zum Chronikerprogramm Brustkrebs waren noch über 100 Vertreter anwesend – eine intensive Beteiligung der Experten möglich. Möglicherweise lag die geringere Beteiligung an der extrem kurzen Vorlauffrist: der Entwurf des Programms wurde per E-Mail erst wenige Tage zuvor verteilt.

Laut Lang war die Atmosphäre diesmal geprägt von interessiertem Zuhören und Sich-Auseinandersetzen mit den vorgebrachten Einwänden und Ergänzungen. Für den BDP legte Lang Wert darauf, dass bei den Schulung der Versicherten, der psychosomatischen/psychosozialen Betreuung und auch im Abschnitt Rehabilitation, aus Sicht der Psychologen noch wesentliches fehlte: so der Hinweis auf Entspannungsverfahren und Anti-Stress-Schulungen oder auch das Ziel komplexer Lebensstilveränderungen; Punkte, die aus gesundheitspsychologischer Sicht von Ärzten bei der gemeinsamen Therapieplanung berücksichtigt werden sollten. Im Bereich der Raucherentwöhnung wies der BDP darauf hin, dass der vorgeschlagene Begriff Beratungshilfe die länger dauernden Begleitungsprozesse durch professionelle Fachkräfte nicht ausreichend ausdrückt, und daher geändert werden sollte. Bis zum 19. März können die anhörungsberechtigten Verbände schriftliche Stellungnahmen einreichen, die abschließenden Beratungen des beauftragten Expertenarbeitskreises sollen bis 31. März 2003 erfolgen.

Armin Traute

(13. März 2003)