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Landespsychologentag Pfalz und MV am 27. Oktober in Mainz

"Vereinbarkeit von Familie und Beruf – Vision der Gleichzeitigkeit: Kinder und Karriere". Mit Arbeitsministerin Dreyer, Prof. Schneider (Mainz) und Christina Damker (Trier)

Berufs- und Familienleben in Einklang zu bringen, kommt in vielerlei Hinsicht derzeit noch einer Quadratur des Kreises gleich. Aber geht es wirklich darum, zu jeder Zeit ein Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben zu finden?
Tatsache ist, dass das Thema sich großer Aktualität erfreut. Die Gründe hierfür sind vielfältig: demographischer bedingter Rückgang des Arbeitskräfteangebots; der Wertewandel in unserer Gesellschaft; stärkeres Engagement der Väter bei der Erziehung ihrer Kinder; wachsende Zahl von der Frauen, die Berufsarbeit in ihre Lebensplanung integrieren. Die Familienforscherin Ellen Galinksy, Präsidentin und Mitbegründerin des "Families and Work Institute" (Institut für Familie und Arbeit) plädiert anstatt für eine Work-Life-Balance für eine Work-Life-Navigation: Jeder sollte versuchen, einen Weg durch beide Bereiche zu finden, der zur eigenen Persönlichkeit und Lebensphilosophie passt.
Müssen wir jetzt nur ein paar Kompromisse eingehen, und schon gehen erfolgreiche Karriere, Zeit für die Familie und Freizeit Hand in Hand? Ob diese Idee so einfach funktioniert, wird aus drei Perspektiven betrachtet.
1. Malu Dreyer, rheinland-pfälzische Ministerin für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit, wird das Thema aus Sicht der Politik beleuchten. Für die Landesregierung Rheinland-Pfalz ist die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf seit langem ein wichtiger Schwerpunkt ihrer Politik. Sie hat das Thema an zentraler Stelle in ihr familienpolitisches Aktionsprogramm "Viva Familia" aufgenommen.

2. Prof. Dr. Norbert F. Schneider, Universität Mainz, beschäftigt sich in seinen Forschungen u.a. damit, wie Unternehmen und Beschäftigte geeigneter Rahmenbedingungen für eine gelingende Vereinbarkeit von Beruf und Familie herstellen können. Wie diese Beiträge aussehen können und welche Hindernisse einer raschen Umsetzung im Wege stehen, wird im Rahmen des Vortrags anhand empirischer Ergebnisse erörtert und zur Diskussion gestellt.

3. Cand.-Psych. Christina Damker, Universität Trier, betrachtet das Thema aus den Augen der Kinder. Die familienfreundliche Gestaltung der Arbeitswelt ist nicht nur für das Wohlbefinden der Eltern sondern auch für das Wohlbefinden der Kinder von entscheidender Bedeutung. Im Rahmen des Vortrags wird dargestellt, welche Rolle die Berufstätigkeit von Eltern für die seelische Gesundheit der Kinder spielt.

Alle Mitglieder sind am 27. Oktober von 14 bis 17 Uhr herzlich eingeladen in den Wappensaal des Landtags Rheinland Pfalz in Mainz, Deutschhausplatz 12, eingeladen.
Im Anschluss an die Veranstaltung findet von 17 bis 18 Uhr die Mitgliederversammlung der BDP-Landesgruppe RLP statt.
Die Fachtagung wird gemäß der Fortbildungsordnung der Landes-Psychotherapeuten-Kammer RLP mit fünf Punkten zertifiziert. Anmeldung zum LPT bei: Dipl.-Psych. Gisela Rohrer, Göttelmann Str. 42 b, 55131 Mainz.
F 06131 - 83 51 56.

Christina Damker

2.10.2006