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Informationsdienst Psychologie - IDP 3/2004
Psychologiepreis für Alexander Thomas
Stärkung der interkulturellen Psychologie erwartet
Für seine wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der interkulturellen Psychologie wird Prof. Dr. Alexander Thomas in diesem Jahr mit dem Deutschen Psychologiepreis ausgezeichnet. Die feierliche Verleihung des mit 5100 Euro dotierten Preiseswerden der Berufsverband Deutscher Psychologen (BDP), die Deutsche Gesellschaft für Psychologie und die Christoph-Dornier-Stftung am 15. Oktober in Berlin vornehmen.
In einem Schreiben an den BDP dankte Alexander Thomas für die Wertschätzung eines vergleichsweise neuen Themas. Er erhoffe sich von der Preisverleihung und ihrer öffentlichen Wahrnehmung eine Stärkung der interkulturellen Forschung und speziell der interkulturellen Psychologie in Deutschland.
Thomas, in Köln geboren, studierte Psychologie, Soziologie und Politikwissenschaft an den Universitäten Köln, Bonn und Münster. Nach dem Diplom in Psychologie promovierte er 1970 in diesem Fach. Von 1973 bis 1979 war er Professor für Psychologie an der Freien Universität Berlin. Seit 1979 ist Alexander Thomas an der Universität Regensburg tätig. In Regensburg hat er einen Studiengang mitbegründet, der Studenten aller Fächer auf Auslandsaufenthalte vorbereitet. Sein Ziel ist es unter anderem, durch Hintergrundwissen über fremde Kulturen und Mentalitäten die Defizite deutscher Führungskräfte bei internationalen Kooperationen zu minimieren.
Seine Publikationen weisen den 64-Jährigen als ebenso grundlagen- wie anwendungsorientierten Forscher aus. Die Jury entschied sich, indem sie Alexander Thomas auswählte, für einen Wissenschaftler, der sich mit gesellschaftlich hoch relevanten Fragestellungen befasst. Angesichts zunehmender internationaler Verflechtungen, einer wachsenden Zahl multikultureller Teams in Unternehmen, der deutschen Exportabhängigkeit aber auch der Entwicklung Europas zu einer Zuwanderungsregion verdienen seine Arbeiten höchste Aufmerksamkeit.
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