Der 
Verband
Politik
Publikationen
Profession
Presse
  Pressemitteilungen
  Expertenvermittlung
  Report Psychologie
  Terminliste
  Publikationen



Sektionen
Landesgruppen
BV Studierende
BV Studierende

Akademie
Verlag
Wirtschaftsdienst
Haus der Psychologie
Akademie


Suche auf den Seiten des BDP


    Facebook Twitter
XING LinkedIn
      Kontakt
      Impressum
      Sitemap




Informationsdienst Psychologie - IDP 3/2004

Psychotherapie bald nur noch für einen Teil der Versicherten?

VPP/BDP: Patienten von AOK und IKK haben schlechte Karten

Wenn es Versicherte von AOK oder IKK in den KV-Bezirken Berlin, Nordrhein und Schleswig-Holsteins in diesen Wochen immer schwerer haben einen Therapieplatz zu ergattern, dann hat das nicht nur mit dem Mangel an Therapeuten, sondern auch mit der mangelnden Zahlungsbereitschaft einiger Kassen zu tun. Die Honorare, die diese Kassen für sogenannte nicht genehmigungspflichtige Leistungen gewähren, sind so niedrig, dass Praxen mit einem hohen Anteil von Kurzzeittherapien bei AOK- oder IKK-Versicherten mittlerweile in ihrer Existenz bedroht sind.
Der Verband Psychologischer Psychotherapeuten(VPP) im BDP (Berufsverband Deutscher Psychologen) sieht in einem Honorar von 13,41 Euro, wie es die AOK für eine mindestens 50-minütige probatorische Sitzung zahlt, oder sogar 3,49 Euro bei der IKK de facto den Ausschluss großer Patientengruppen aus der psychotherapeutischen Versorgung. Patienten wenden sich bereits Hilfe suchend an den BDP, weil sie nirgends mehr einen Termin für ein Erstgespräch bekommen. Psychotherapeuten zögern angesichts der skandalös niedrigen Punktwerte, AOK- und IKK-Versicherte als Patienten anzunehmen, weil mit deren Honoraren nicht einmal eine kostendeckende Behandlung möglich ist. In der Konsequenz wird so nach den Worten von VPP-Vize Hans Schumacher der Gleichbehandlungsgrundsatz ausgehebelt. Der VPP im BDP erwägt rechtliche Schritte, um Patienten wieder eine faire Therapiechance und Psychotherapeuten eine angemessene Bezahlung ihrer Arbeit zu sichern.

Christa Schaffmann

Pressemitteilung 4/04 vom 25. Februar 2004

[ Diesen Text als Word-Dokument ]
[ Übersicht ]