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Informationsdienst Psychologie - IDP 3/2004

Kulturbruch im DFB: BDP begrüßt die von Klinsmann und Bierhoff geplante Einbeziehung psychologischen Sachverstands

In ihrer ersten Pressekonferenz zeigten Bundestrainer Jürgen Klinsmann und Teammanager Oliver Bierhoff eine erfreulich große Aufgeschlossenheit für psychologische Dienstleistungen. Aus ihr sprechen die positiven Erfahrungen der beiden Sportler in ihrer aktiven Laufbahn als Spieler und ihre Beobachtungen moderner Trainings- und Betreuungsmethoden in erfolgreichen Mannschaften, und sie decken sich mit zahlreichen Erfahrungen von Menschen, die mit Psychologen und ihren Leistungen in vielen verschiedenen Bereichen persönlich Erfahrungen gemacht haben.

Klinsmann und Bierhoff bewiesen eine für den DFB überraschend differenzierte Sichtweise psychologischer Tätigkeiten und räumten dadurch auf mit dem gerade in Deutschland immer noch verbreiteten Vorurteil, Psychologen seien nur für die Couch und für psychisch Kranke zuständig. Anhand mehrerer Beispiele aus dem sportlichen Bereich (AC Milan, Manchester United, LA Galaxy), der Beobachtung der Sportbetreuung in den USA und der Beobachtungen in der freien Wirtschaft/Management beschrieben beide ihre positiven Erfahrungen mit Psychologen. Bemerkenswert ist für den Berufsverband Deutscher Psychologen (BDP) dabei, dass der unklare Begriff "Mentaltrainer" von beiden weitgehend vermieden wurde, sondern namentlich von "Psychologen" gesprochen wurde.

Der BDP bewertet die Pläne von Kliensmann/Bierhoff als "professionell und zeitgemäß" und den Sinneswandel als "Kulturbruch" beim DFB: "Wären Sie Herrn Mayer-Vorfelder Anfang des Jahres mit einem Psychologen gekommen, der hätte Sie für verrückt erklärt", kommentierte Armin Traute, Hauptgeschäftsführer des BDP.

"Nach dem Ausscheiden bei der EM ist es höchste Zeit, die zahlreichen sportpsychologischen Möglichkeiten auszuschöpfen und sie nicht in einem völligen Missverständnis von Psychologie auf die Verhinderung von Krankheitsfällen zu reduzieren", hatte Sportpsychologe Cord Bitter (BDP) bereits am 30.06.04 in einer Pressemitteilung erklärt.

Christa Schaffmann

Pressemitteilung 12/04 vom 30. Juli 2004

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