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Informationsdienst Psychologie - IDP 3/2005

Die richtigen Studenten fürs richtige Fach

Es gibt mindestens vier Fragestellungen, zu denen von Seiten der Psychologie fundierte Hilfen für die Hochschule im Zusammenhang mit der Studentengewinnung und Auswahl geleistet werden können – so die These von Prof. Wottawa, die er beim Psychologenkongress in Potsdam untermauern wird.

Beratung der Studenten über die zu Ihnen passenden „Lebensentwürfe“; ein Fachstudium ist ja nur eine Hilfe, um einen bestimmten beruflichen Lebensweg einschlagen zu können, und viel Fächer erlauben später bezüglich der Passung von Motivation und Persönlichkeit vergleichbare Lebenswege. Mit einer solchen, persönlich oder im Internet möglichen Hilfe kann eine verbesserte Fachwahl ermöglicht und insbesondere Hinweise auf die Gestaltung des Studiums zum Erreichen der persönlichen Lebensziele gegeben werden.

Beratung der Studenten, welches Fach (an welcher Hochschule) Erwartungen an die „Passung“ der Studenten stellt, die zu ihren individuellen Voraussetzungen passen. Mit entsprechenden Hilfen im Internet können Fehlentscheidungen reduziert und die Profilbildung der Hochschulen unterstützt werden. Solche Hilfen sind in Anbetracht der immer vielfältiger werdenden Angebote von Bachelor- und Masterstudiengängen von zunehmender Bedeutung.

Eine Hilfe für die Auswahl von Studenten in überfüllten Fächern durch Auswahlkommissionen. Hier ist das Problem zum einen die Vorselektion nach Unterlagen, die ebenso wie in der Wirtschaft durch Internet-Tools sehr effizient erledigt werden kann. Für die zu einem persönlichen Kontakt eingeladenen Bewerber können mit solchen Tools individualisierte Interviewleitfäden erstellt werden, um den (aus psychologischer Sicht) „Laien“-Interviewer eine Hilfe zu geben.

Selbstverständlich ist auch eine testgestützte (Vor-)Auswahl, wie sie bisher die Diskussion der psychologischen Beiträge für die Hochschulzulassung dominiert, möglich.

Samstag, 12.11.2005
R 0 235 Hans Thomae
9.00 Uhr

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