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Informationsdienst Psychologie - IDP 3/2005 Eignungsbeurteilung nach DIN 33430 bringt nachweisbaren Nutzen in EuroNichtpsychologen erlernen und nutzen psychologisches Know-howDie DIN 33430 ist eine Prozessnorm und regelt als solche alle relevanten Aspekte des Prozesses einer berufsbezogenen Eignungsbeurteilung: die Stationen und Merkmale des Ablaufs, die Eigenschaften von Verfahren und die notwendigen Kenntnisse der Durchführenden. Diese Dreieinigkeit von Prozess, Verfahren und Personen ist untrennbar. Es wird nur dann nach DIN 33430 gearbeitet, wenn diese drei Bedingungsbereiche der Norm entsprechen. Mehr als 90% aller Personaler in Deutschland sind keine Psychologen, dem entsprechend bezieht sich die DIN 33430 auf keinen Ausbildungsabschluss. Das notwendige Wissen muss in einer schriftlichen Lizenzprüfung bei der Deutschen Psychologen Akademie nachgewiesen werden. Im Vorteil sind dabei Personen, die bisher schon nach den allgemein bekannten Regeln wissenschaftlich fundierter Eignungsbeurteilungen gearbeitet haben. Die anderen können das erforderliche Wissen durch das Selbststudium von Westhoff et al. (2005) „Grundwissen für die berufsbezogene Eignungsbeurteilung nach DIN 33430“, 2. überarbeitete Auflage, erwerben. Nach eigener Wahl können die dazu von der Deutschen Psychologen Akademie angebotenen Kurse besucht werden, um die praktische Umsetzung dieses Wissens an Beispielen aus der Praxis zu üben. Die Kurse umfassen insgesamt 10 Tage und sind auf sechs Module von einem oder zwei Tage Dauer aufgeteilt. Die schriftliche Lizenzprüfung verbindet die Vorteile mündlicher Prüfungen (offene Fragen) mit den Vorteilen schriftlicher Prüfungen: zur Beantwortung der 50 Fragen sind drei Stunden Zeit, für jede Frage ist nur ein kurzes Statement erforderlich; die Fragen beziehen sich auf die Marginalien im o.g. Buch; sie sind eine repräsentative Auswahl aus über 500; die Fragen sind alle empirisch erprobt; zwei Prüfer beurteilen die Antworten unabhängig voneinander; die Objektivität dieser Beurteilungen ist sehr hoch. Anbieter von berufsbezogenen Eignungsbeurteilungen, die diese Lizenz erworben haben, können dann ihr Unternehmen zertifizieren lassen. Damit ist zum ersten Mal weltweit geprüfte Sicherheit auch im Bereich berufsbezogenen Eignungsbeurteilung nachweisbar. Mit diesen Schritten der Föderation Deutscher Psychologenvereinigungen wird psychologisches Know-how an Nichtpsychologen weitergegeben. Das Interesse an der DIN 33430 ist groß, es fehlen noch die Opinion Leader, die für sich reklamieren, nach dieser Norm zu arbeiten oder nur Aufträge vergeben an zertifizierte Unternehmen mit lizenzierten Mitarbeitern. Der konkret in Euro-Beträgen bestimmbare Nutzen einer systematischen Personalauswahl wird von Prof. Karl Westhoff beim Deutschen Psychologentag in Potsdam anhand einer repräsentativen Studie zu Auswahlinterviews aufgezeigt. Sein Beitrag ist Teil eines Specials zur DIN 33430. reitag, 11.11.2005 [ Übersicht ] |
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