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Informationsdienst Psychologie - IDP 3/2005

Personalentwicklung für Teams im Cross Enterprise Engineering

Verkürzte Durchlaufzeiten, Kostendruck versus Produktinnovation, zunehmende Forderungen bezüglich Produkthaftung, die abgeleiteten Anforderungen aus der DIN/ISO 9001, die voranschreitende Globalisierung inkl. internationaler Kooperationen zwischen Zulieferern untereinander sowie mit deren Kunden führen zu einer parallelen und koordinierten Zusammenarbeit verschiedener Einheiten eines Unternehmens und verschiedener Unternehmen im Rahmen eines Zuliefererverbundes oder einer Kunden/Zulieferer-Beziehung. Daraus leiten sich vollständig neue und andere Methoden des Entwicklungsmanagements ab, mit denen sich Bettina Schleidt und Prof. Dr. Martin Eigner beim Deutschen Psychologentag in Potsdam befassen.

Dazu gehören die zunehmende Virtuelle Produktentwicklung und das gemeinsame und umfassende Management aller auf das Produkt bezogenen Informationen und deren Visualisierung.

Die genannten Trends und Entwicklungen haben natürlich auch Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter, die an der Konzeption und Umsetzung des Produktentwicklungsprozesses beteiligt sind. Eine Anfang des Jahres vom Lehrstuhl für virtuelle Produktentwicklung durchgeführte Studie hat ergeben, dass dem „Faktor“ Mensch in diesem Bereich bisher unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten wenig Beachtung geschenkt wurde. Gleichzeitig signalisierten namhafte Unternehmen der Automobilindustrie einen zunehmenden Bedarf an Erkenntnisse darüber, welche Faktoren die Arbeit von Teams beeinflussen und ggf. erschweren und welche Unterstützungsmöglichkeiten es aus der Perspektive der Personalentwicklung gibt.

Im Rahmen eines interdisziplinären Forschungsprojektes an der Universität Kaiserslautern werden derzeit die Einflüsse der genannten Bedingungen und damit verbundene Auswirkungen auf Mitarbeiter und Teams im Cross Enterprise Engineering untersucht. Außerdem wird ermittelt, in wieweit sich Anforderungen an Mitarbeiter im Vergleich zur herkömmlichen Teamarbeit verändert haben und welche Unterstützungsangebote Unternehmen anbieten können.

Samstag, 12.11.2005
R 0 231 Walter Jacobsen
10.30 Uhr

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