![]() |
![]() |
|
|
Pressemitteilungen Expertenvermittlung Report Psychologie Terminliste Impressum Sitemap |
Informationsdienst Psychologie - IDP 3/2005 30 Millionen Autofahrer sind älter als 50Mobilität als Voraussetzung von Lebensqualität Die wachsende Zahl von Senioren im Verkehr, insbesondere als Autofahrer, wird zunehmend als Problem erkannt. Schon heute sind mehr als 30 Millionen Deutsche älter als 50 Jahre; im Jahr 2000 gab es ungefähr 8 Millionen von über 60jährigen, die eine Fahrerlaubnis besitzen. Es wachsen Jahrgänge nach (bzw. sind bereits nachgewachsen), die mit dem Auto groß geworden und ihr ganzes Leben die Vorteile selbständiger Pkw-Nutzung gewöhnt sind. Ein Verzicht auf das Auto kommt in der Regel nicht in Betracht; gerade für die Lebensqualität älterer Menschen ist es auch notwendig, möglichst lange mobil zu sein. Das eigene Fahrzeug ist häufig die wesentliche persönliche Mobilitätsgarantie. Ohne Fahrzeug wäre Manches beschwerlicher und viele Orte sind ohne Motorisierung kaum zu erreichen. Der Erhalt von Mobilität ist also eine wesentliche Voraussetzung für Lebensqualität, Selbständigkeit und Erhalt von Aktivität der älteren Menschen. Allerdings weisen ältere Fahrer – neben dem allgemeinen, altersbedingten Abbau körperlicher und psychischer Leistungsfähigkeit – nachweislich eine Reihe von z.T. schwerwiegenden Defiziten im sicheren Fahrverhalten auf. Den damit verbundenen Gefährdungen kann durch verschiedene Maßnahmen begegnet werden. Ein Workshop von Christa Eggerdinger beim Deutschen Psychologentag in Potsdam will diese Problemlage von verschiedenen Seiten beleuchten. Dazu sind drei Beiträge vorgesehen: Der erste Beitrag berichtet über systematische Erfahrungen mit älteren Kraftfahrern – Männern und Frauen – in der verkehrspsychologischen Praxis. Dies betrifft insbesondere die Bereiche Diagnostik und Rehabilitation sowie Verkehrstherapie. Der zweite Beitrag stellt Ergebnisse empirischer Feldforschung zum tatsächlichen Fahrverhalten älterer Fahrer und dabei festgestellte Defizite vor. Der dritte Beitrag versucht, die Diskussion zu allgemeinen Defiziten älterer Menschen hinsichtlich sicheren Autofahrens zu versachlichen und leitet aus empirischer Forschung mögliche Trainingsmaßnahmen für diese Zielgruppe ab. Freitag, 11.11.2005 [ Übersicht ] |
|