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Informationsdienst Psychologie - IDP 3/2005 Chronische Krankheit als FamilientabuEine "Geheimnisgruppe" für Kinder aus HIV-betroffenen Familien Die chronische Erkrankung eines Familienmitglieds kann für Kinder und Jugendliche eine erhebliche Belastung und einen Risikofaktor für die Ausprägung psychischer Anpassungsschwierigkeiten darstellen. Dies gilt umso mehr, wenn die Erkrankung wie die HIV-Infektion und das erworbene Immunschwäche-Syndrom AIDS schubweise und unvorhersehbar verläuft und eine hohe soziale Stigmatisierung der Betroffenen mit sich bringt. Mit diesem Thema befassen sich Katharina Wiehe und Sibyl Peemöller von der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz, Hamburg, beim Psychologenkongress in Potsdam. Zwar ist aufgrund neuer antiretroviraler Therapien die Lebenserwartung und Lebensqualität von HIV-Patienten erheblich gestiegen, jedoch ist der Verlauf nach wie vor von immer wieder auftretenden und progredienten Phasen opportunistischer Erkrankungen gekennzeichnet. Aus Furcht vor gesellschaftlicher Ausgrenzung verheimlichen die meisten Betroffenen die Erkrankung gegenüber dem sozialen Umfeld. Zu dieser Verheimlichung und Tabuisierung werden auch die Kinder aufgefordert, die mit dieser Situation meist massiv überfordert sind. Der Beitrag von Wiehe und Peemöller stellt das Konzept der „Geheimnisgruppe“, einer unterstützenden Kindergruppe für Kinder aus HIV-betroffenen Familien, vor und berichtet über erste Anwendungserfahrungen. Donnerstag, 10.11.2005 [ Übersicht ] |
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