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Informationsdienst Psychologie - IDP 3/2005

In zu sein heißt dünn zu sein?

Ess-Störungen bei Jugendlichen und ihre Behandlung

Die Prävalenz von Ess-Störungen steigt parallel zur Prävalenz von Diätverhalten. Dabei ist die Zahl, der von subklinischen Ess-Störungen betroffenen Jugendlichen, noch einmal weit aus höher als die derer, die alle Kriterien einer Bulimie oder Magersucht erfüllen. Gleichzeitig haben bereits über 30% aller Mädchen mit 11 Jahren bereits eine Diät zur Gewichtsreduktion durchgeführt. Gehört gestörtes Essverhalten zu einer „normalen“ Entwicklung? Wohl kaum, denn Ess-Störungen führen zu vielfältigen Einschränkungen und der Verzögerung einer normalen Entwicklung in unterschiedlichen Bereichen. Paradoxerweise mangelt es den jungen PatientInnen jedoch häufig an Behandlungsmotivation. Die Familie scheint stärker unter der Störung zu leiden als die PatientInnen selbst.

Im Referat von Silvia Uhle geht es um die vielfältigen Auslöser und Funktionen von Essstörungen im Jugendalter. Außerdem werden wichtige Fragestellungen wie Motivation zur Behandlung, die Einbeziehung der Eltern sowie Möglichkeiten und Grenzen der Prävention angesprochen. Ein Schwerpunkt des Specials bildet die Vorstellung des Behandlungsansatzes der Christoph-Dornier-Klinik in der Therapie von Ess-Störungen bei Kindern und Jugendlichen.

Donnerstag, 10.11.2005
R 0 233 Melanie Klein
13.00 Uhr

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