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Informationsdienst Psychologie - IDP 3/2005

Umgang mit suizidalen Krisen bei Kindern und Jugendlichen

Jede Lebensphase birgt die Möglichkeit von Krisen bis hin zur akuten oder chronischen Verzweiflung, die mit Suizidalität einhergehen kann. Ein erstes Gespräch ohne Anmeldebogen, Einverständniserklärung der Eltern, Meldung an die Krankenkasse oder Angaben von persönlichen Daten wie Name oder Adresse ist das Angebot der Beratungsstelle „Die Arche e.V.“ in München, wo Dr. Sebastian Wolf arbeitet. Über seine Tätigkeit berichtet er beim Deutschen Psychologentag in Potsdam:
Als übergreifende, unabhängige Stelle versuchen wir seit 35 Jahren, Hemmschwellen zu senken und möglichst viele Jugendliche in einer Lebenskrise zu erreichen. Neben den Jugendlichen werden auch deren Eltern, Lehrer oder sonstige Bezugspersonen beraten.

Die Abwendung einer suizidalen Handlung des Jugendlichen hat dabei oberste Priorität.

Hauptfokus ist die tragfähige Beziehung ab dem ersten Kontakt. Zur Abschätzung der Suizidalität werden die Bereiche „Signale und Warnhinweise“, „mögliche Motive“, „typische Gefühle beim Jugendlichen und beim Erwachsenen“ sowie die „familiären Belastungsfaktoren“ zur Hilfe genommen. Grundsätzlich wird versucht, die Jugendlichen eigenverantwortlich über Hilfsmöglichkeiten zu informieren und Ihnen, sofern gewünscht, bei der Umsetzung beizustehen. Eine gute Kooperation mit verschiedensten Stellen des psychosozialen Netzwerkes ist dafür notwendig.

Samstag, 12.11.200
R 0246 Anna Freud
9.00 Uhr

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