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Informationsdienst Psychologie - IDP 3/2005 Eingebildete Hässlichkeit - Ein Beitrag zur Diagnostik der Körperdysmorphen StörungWer kann schon von sich behaupten, makellos schön zu sein? Nach einer Umfrage der Zeitschrift „ Psychology Today“ sind nur 18 % der Männer und 7 % der Frauen zufrieden mit ihrem Aussehen und tun nur wenig, um ihr Erscheinungsbild zu verbessern. Die große Mehrheit der Bevölkerung dagegen versucht, auf vielfältigste Weise das eigene Aussehen zu verbessern, und das aus gutem Grund: Verschiedene Studien konnten zeigen, dass attraktive Menschen sowohl partnerschaftlich, gesellschaftlich als auch beruflich bessere Chancen im Leben haben. Im Allgemeinen wird sich jedoch mit kleinen Mängeln z.B. hinsichtlich Größe, Gewicht, Figur, Haare, Augen, Nase, Mund usw. abgefunden. Stefan Brunhoeber wendet sich beim Deutschen Psychologentag in Potsdam diesem Thema zu. Personen mit einer Körperdysmorphen Störung (KDS) hingegen gelingt es nicht, sich mit ihrem Aussehen abzufinden. Trotz eines objektiv normalen Aussehens nehmen sie sich als hässlich oder körperlich missgestaltet wahr. Die betroffenen Personen sind dabei der festen Überzeugung, dass andere Personen sie als ebenso hässlich und entstellt wahrnehmen, wie sie es selber tun. Obwohl Prävalenzraten zwischen 1 % und 4 % angegeben werden, ist die KDS eine Störung, über die bislang nur wenig bekannt ist und die nur selten diagnostiziert wird. Gründe hierfür sind in einer ungenügenden empirischen Befundlage sowie einer schwierigen differentialdiagnostischen Abgrenzung zu sehen, vor allem fehlt es aber an praktikablen und validen diagnostischen Instrumenten. In diesem Beitrag wird ein Selbstauskunftsfragebogen vorgestellt, der diese diagnostische Lücke schließt. Mit Hilfe dieses Instruments wird eine schnelle und valide Differenzierung zwischen Personen mit und ohne KDS ermöglicht. Neben der Entwicklung und Validierung des Fragebogens werden vor allem die Anwendungsmöglichkeiten in Forschung und Praxis diskutiert. Freitag 12.11.2005 [ Übersicht ] |
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