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18.6.2006 Resolution von US-Psychologen gegen FolterUS-Psychologen verabschieden Resolution gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlungen oder Bestrafungen Auf ihrem Jahreskongress am 9.8. 2006 haben sich die Delegierten der amerikanischen Psychologen-Organisation APA eindeutig gegen die Beteiligung von Psychologen in irgendeiner Form an menschenunwürdiger Behandlung oder Folter ausgesprochen. Sie plädieren außerdem für die Verpflichtung von Psychologen, gegen solche Vorgänge aktiv vorzugehen (Resolution unter: http://www.apa.org/convention06/notortureres.html). Im Vorfeld des Kongresses war es zu einer Diskussion um denkbare Mitwirkungsformen als Berater zu Verhörtechniken gekommen. Schon im letzten Jahr hatte die Präsidenten-Kommission der APA eine Task-Force eingesetzt, die auf Basis der ethischen Richtlinien der APA einen Bericht zu ethisch korrektem Verhalten in solchen Zusammenhängen erarbeitete. Unter Bezug auf die ethischen Richtlinien wurde darin eine Mitwirkung nur eingeräumt, wenn es darum geht, die Verhörenden im Hinblick auf die Achtung von Grenzen zu beraten, unwürdige Behandlung zu verhindern beziehungsweise diese gegenüber den entsprechenden Aufsichtsbehörden anzuzeigen. Im Vorfeld des Kongresses kam es unter den amerikanischen Psychologen zu einer öffentlichen
Auseinandersetzung über die grundsätzliche Mitwirkung von Psychologen
bei Verhören im Kontext mit der nationalen Sicherheit. Das Begehren der
amerikanischen Regierung, Psychologen einzubinden und die strittige Diskussion
innerhalb der APA standen im Zentrum eines Artikels von Spiegel-online vom 30.7.
Der BDP reagierte auf den Artikel zunächst mit
einer Klarstellung.
Daraus ging hervor, dass eine Mitwirkung deutscher Psychologen in Zusammenhängen,
in denen Leid oder andere erniedrigende Behandlung stattfinden kann, klar gegen
die Ethischen Richtlinien des BDP verstößt. Außerdem richtete
der Verband einen Leserbrief an Spiegel-Online (Leserbrief im Mitgliederbereich
aktuelles Thema), in dem der Hoffnung Ausdruck verliehen wurde, dass die amerikanischen
Kollegen bald eine Lösung für dieses Problem in ethisch korrekter
Weise finden werden. Fredi Lang |
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