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Pressemitteilung Psychologen zur PISA-Studie: Eine große Herausforderung für die deutschen SchulenSeit langem weisen Schulpsychologen auf schwere Mängel im deutschen Bildungssystem hin. Die PISA-Studie hat jetzt die Berechtigung der seitens des BDP geäußerten Befürchtungen und Mahnungen bestätigt. Die Ergebnisse sind bitter für die verantwortlichen Kultusminister, bitter für die leidtragenden Schüler und ihre Eltern, für Pädagogen und Psychologen. Zugleich liegt in der Deutlichkeit der Aussage eine Chance, endlich die Dinge anzupacken, zu denen viele Lehrer und Schulpsychologen seit langem raten, ohne bisher ausreichend Gehör und Unterstützung gefunden zu haben. Mit einiger Skepsis registrieren Schulpsychologen die zahlreichen jetzt zum Teil sehr rasch vorgelegten Forderungen und Lösungsvorschläge. Viele zielen nicht auf bildungspolitische Konzepte, sondern kritisieren nur die Unterfinanzierung. Aus psychologischer Sicht geht es aber um mehr als das. Der BDP empfiehlt den Verantwortlichen in Schule, Schulverwaltung und Politik
Voraussetzung für den Erfolg all dessen, was jetzt unter dem Eindruck der PISA-Studie hoffentlich auf den Weg gebracht wird, so BDP-Präsident Lothar Hellfritsch, ist jedoch die Sicherung der Ausbildungs- und Berufsperspektiven für Schülerinnen und Schüler in Deutschland. Die im BDP organisierten Schulpsychologen sind bereit, sich an der Schaffung besserer Bedingungen für den Unterricht stärker zu beteiligen. Sie sehen ihre Rolle nicht nur darin, Defizite bei Schülern zu diagnostizieren und ihnen zu besseren Leistungen zu verhelfen. Deutschland hat auch in dieser Frage quantitativ wie qualitativ Nachholbedarf. Wenn Lehrer diese Veränderungen erfolgreich mit gestalten sollen, benötigen sie grundlegende pädagogische und psychologische Kompetenzen. Der BDP plädiert deshalb für eine Verbesserung und Umstrukturierung der Aus- und Fortbildung von Pädagogen. Lehrkräfte und Schulleitungen benötigen Unterstützungssysteme - Supervision und Qualitätszirkel als berufliche Standards. Qualitätssicherung pädagogischer Arbeit u.a. durch Supervision steckt noch in den Kinderschuhen. Die Frühpensionierungsrate innerhalb der Lehrerschaft spricht zudem eine deutliche Sprache, was die berufliche Belastung betrifft. Ziel muss also sein, diese Berufsgruppe zu stärken und anzuerkennen, um sie so effektiver wirksam werden zu lassen. Dies schließt die Erleichterung eines Berufswechsels für Lehrkräfte ein, die sich für den Schulbetrieb als nicht geeignet erwiesen haben.
Christa Schaffmann, Pressesprecherin |
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