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Pressemitteilung Tag der Technik beim Kongress für VerkehrspsychologieAm 2. Tag des 38. BDP-Kongresses für Verkehrspsychologie stehen die Technik und das Verhältnis Mensch-Maschine im Mittelpunkt. In Regensburg, wo sich mehr als 300 Verkehrspsychologen überwiegend aus dem deutschsprachigen Raum zusammen gefunden haben, wird es heute (Freitag) unter anderem um die Gestaltung künftiger Fahrerassistenzsysteme, Luftfahrt- und Schifffahrtspsychologie gehen. Vertreter von Eurocontrol in Brüssel werden ein europäisches "web-based" Auswahlsystem für Fluglotsen vorstellen - ein Thema, das nach den jüngsten Flugzeugunglücken besondere Aufmerksamkeit findet. Ähnliches gilt für die Bedingungen der Risikowahrnehmung an Bord moderner Fähren, wo nach Untersuchungen der Uni Regensburg die Monotonie eine starke Gefahrenquelle darstellt. Der Kongress, der unter der Schirmherrschaft von Bundesverkehrsminister Bodewig steht, war gestern durch den Rektor der Universität Regensburg, Prof. Dr. Alf Zimmer, eröffnet worden. In seiner Rede wies Zimmer darauf hin, dass in Bayern ca. 10 Prozent aller Berufstätigen im Bereich Verkehr beschäftigt sind. Verkehr, so sagte er, sei in der Vergangenheit primär als technische und sekundär als rechtliche Regelungsaufgabe angesehen worden. Auch die EU wolle die Senkung der Unfallzahlen, der Verkehrstoten und Verletzten ausschließlich über technische und rechtliche Maßnahmen erreichen. Das genüge nicht, so Zimmer, wisse man doch, dass bei stringenter Einhaltung der StVO der Straßenverkehr in kürzester Zeit zum Erliegen kommen würde. Die entscheidende Größe sei das menschliche Verhalten. "Der normale Autofahrer stellt in den meisten Situationen aktiv Sicherheit her." Verkehrsrecht und Psychologie konzentrierten sich stattdessen auf Fehler und Verstöße. Viel interessanter wäre es, herauszufinden, wodurch die Anzahl der richtigen Aktionen noch erhöht werden könne. Grußworte an den Kongress richteten die Vorsitzenden der Sektionen Verkehrspsychologie Jörg-Michael Sohn (BDP), Birgit Bukasa (BÖP) und Raphael Denis Huguenin (FSP) sowie ein Vertreter der Stadt Regensburg. Wissenschaft und Verkehr, sagte er, seien in Regensburg als einer alten Kreuzung internationaler Handelswege und als einem wichtigen Wissenschaftsstandort schon immer gut aufgehoben gewesen. Dies wurde auch beim Empfang des Oberbürgermeisters am gestrigen Abend im Alten Rathaus unterstrichen. In ihrem Eröffnungsvortrag machte BDP-Präsidentin Gertraud Richardt deutlich, dass Verkehrspsychologen weit mehr leisten können als Reparaturmaßnahmen immer dann, wenn das Mensch-Maschine-System einmal nicht funktioniere. Von der Diagnostik über menschengerechte Verkehrs(mittel)gestaltung bis zur Herstellung und Erhaltung von Mobilitätskompetenz gebe es keinen Bereich, in dem Psychologen nicht wichtige Aufgaben erfüllten und künftig noch stärker übernehmen sollten. Verbesserungen im Fachbereich kommen nach den Worten Gertraud Richardts vor allem aus der angewandten Psychologie. Noch stärker gelte es die Wissenschaft für relevante Praxisfragen zu interessieren und die Transparenz der Forschungsergebnisse zu gewährleisten. Sie empfahl, künftige Kongresse einem Schwerpunkt zuzuordnen und verstärkt interdisziplinäre Projekte darzustellen. Weitere Informationen erhalten sie auf der Website des Kongresses: [ Weitere Pressemitteilung zum Kongress: Jeder Tunnelkilometer erhöht die Unfallwahrscheinlichkeit ]
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