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Pressemitteilung Interkulturelle Kompetenz kann Leben rettenBerufsverband Deutscher Psychologen ehrt Alexander Thomas Anlässlich der Verleihung des Deutschen Psychologiepreises am 15.10.04 hat die Präsidentin des BDP, Gertraud Richardt, mehr interkulturelle Kompetenz in der Gesellschaft gefordert. Angesichts zunehmender Internationalisierung und Globalisierung sei dies eine Schlüsselqualifikation mit unter Umständen lebensrettender Bedeutung. Richardt würdigte die Leistung des Preisträgers, Prof. Dr. Alexander Thomas, der seit mehr als 20 Jahren auf dem Gebiet der interkulturellen Psychologie lehrt und forscht. Zu seinen Verdiensten gehört es, Verantwortliche in Politik und Wirtschaft für diesen Problembereich sensibilisiert zu haben. Im Ergebnis fanden zahlreiche Trainings für Manager, aber auch für Bundeswehrangehörige vor Auslandseinätzen statt. Angesichts der außenwirtschaftlichen und -politischen Verflechtungen Deutschlands, aber auch der Rolle des Landes als europäischem Zuwanderungszentrum, gewinnt die Psychologie stetig an politischer Bedeutung. Die im Zusammenhang mit der PISA-Studie wiederholt geforderten besseren Sprachkenntnisse allein genügen nach Ansicht des BDP nicht, um andere Kulturen zu verstehen, gemeinsame Ziele zu definieren und sie in gemeinsamem Handeln zu erreichen. Die Auseinandersetzung um einen möglichen EU-Beitritt der Türkei, der Verlauf des Irak-Krieges, der Kopftuchstreit, aber auch die jüngsten Ergebnisse von Landtagswahlen, bei denen rechtsextreme Parteien mit ausländerfeindlichen Parolen punkten konnten, machen misslungenen Dialog zwischen den Kulturen mehr als deutlich. Alexander Thomas sieht in interkultureller Kompetenz nicht nur eine Chance, Probleme und Krisen angemessen zu bewältigen. Für ihn sind damit wesentliche Ressourcen verbunden.
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