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Pressemitteilung Notfallpsychologie - ein Thema nicht nur bei Flutkatastrophen
Wie gut ist die Versorgung in Deutschland bei Extremereignissen, was ist beim Katastrophenschutz verbesserbar? Diesen Fragen widmet sich am Wochenende in Berlin eine Tagung des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen mit Experten für Notfallversorgung aus der Psychologie und dem Rettungswesen. Es geht dabei nicht nur um Großschadensereignisse wie den Tsunami oder mögliche Terroranschläge, sondern auch um "normale" alltägliche Notfallereignisse in Unternehmen, Schulen, Banken und Verkehrsbetrieben. Während bei der Deutschen Bahn und der Lufthansa notfallpsychologische Versorgung seit langen ein Thema ist, haben andere erst angefangen sich dieser Aufgabe zu stellen. Der BDP warnt in diesem Zusammenhang vor hektischem Aktionismus während der jeweiligen Ereignisse. Qualität und Professionalität haben für den Verband Vorrang. Aus diesem Grund wurde die notfallpsychologische Ausbildung 2004 überprüft. Die Überarbeitung des auf klinisch-psychologischen Grundkompetenzen beruhenden Curriculums ist abgeschlossen. Ab sofort ist es möglich eine entsprechende Ausbildung an der Deutschen Psychologen Akademie in Bonn zu absolvieren. Der BDP drängt seit langem auf die Etablierung bundeseinheitlicher Qualitätsstandards in der Notfallversorgung. Die Vorschläge des Verbandes zur Sicherung von Qualität und Strukturen, zur Einordnung von Notfallpsychologen in die Kette und zur Qualitätssicherung durch die Auffächerung von Kompetenzprofilen liegen der Bundesebene seit Oktober 2004 vor. Allerdings ist der Abstimmungsprozess mit den entscheidungsbefugten Ländern langwierig und schwierig. Jede zeitliche Verzögerung kann jedoch zur Fehlversorgung führen, die sowohl zu Lasten von Betroffenen als auch von Kostenträgern geht. Der Verband ist sicher, dass die Tagung zur Weiterentwicklung der Notfallpsychologie in Deutschland und zur engeren Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen beitragen wird. Nur durch die kontinuierliche Zusammenarbeit von Mitgliedern der Kriseninterventionsteams, Peers, Notfallseelsorgern, Psychologen, Psycho- und Traumatherapeuten, Notfallärzten, Fachärzten und Hausärzten kann eine Fehlversorgung, Unterversorgung oder unangemessene Überversorgung vermieden werden, so Clivia Langer, Leiterin der Fachgruppe Notfallpsychologie des Verbandes. Zum Abschluss der Tagung findet am Sonntag, 27. Februar, um 13.30 Uhr eine Pressekonferenz am Tagungsort, Glinkastr. 5-7 (U-Bahnhof Mohrenstraße) in 10117 Berlin statt.
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