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Pressemitteilung Nr. 11/05 1. Juni 2005
BDP begrüßt Einigung des Europaparlaments zur Richtlinie Berufsanerkennung
Einsatz des Verbandes für Interessen der Psychologen, Psychotherapeuten und ihrer Klienten hat sich gelohnt
Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) begrüßt den Änderungsvorschlag des Europaparlaments für die Richtlinie zur Anerkennung von Berufsqualifikationen. Der zustimmungsfähige Vorschlag wird voraussichtlich vom Europäischen Rat noch vor der Sommerpause verabschiedet werden. Seit der Vorlage des Richtlinienentwurfs 2002 hat sich der Verband kontinuierlich mit Änderungsvorschlägen und Stellungnahmen an Ausschüsse und Parlamentarier gewandt, um Verbesserungen für Psychologen, Psychotherapeuten und Verbraucher zu erreichen. Dieser Einsatz hat sich gelohnt. Mit dem jetzt vorliegenden Dokument sind im Sinne der freien Berufe Hindernisse für die grenzüberschreitende Mobilität im EU-Binnenmarkt beseitigt worden. Gleichzeitig wurde eine Ausnahme zu Gunsten der freien reglementierten Berufe von der Dienstleistungsrichtlinie erreicht, was einen ausgewogenen Kompromiss zwischen Wirtschafts- und Verbraucherschutzinteressen darstellt und mehr Rechtssicherheit schafft.
Verbraucher gewinnen vor allem an zwei Punkten: Der in erster Lesung im Europarlament als Änderungsantrag eingebrachte Anhang Va zu den Psychotherapeuten, der die Zulassung als Psychotherapeut auch ohne Studienvoraussetzungen nach einer bestimmten Stundenzahl therapeutischer Ausbildung ermöglicht hätte, ist vom Tisch. Ebenso konnte das so genannte qualification hopping eingeschränkt werden. Es genügt laut aktueller Richtlinienfassung nicht, sich als deutscher Heilpraktiker mit anerkennungsfähigen Stundenumfängen in Österreich auf die Psychotherapeutenliste setzen zu lassen, um danach in Deutschland die Approbation zu erhalten.
Im Interesse stabiler Qualität sind aus Sicht des BDP auch die fünf in der Richtlinie genannten Ausbildungsniveaus, von denen das höchste mindestens vier Jahre beträgt. Die gefundene Stufung bleibt zwar etwas hinter dem BDP Vorschlag zurück; im Unterschied zu den Vorschlägen von Kommission und Rat bewahrt sie jedoch Möglichkeiten zur Qualitätssicherung bei psychologischen Dienstleistern im Sinne des vom BDP und der europäischen Psychologenvereinigung EFPA angestrebten Europäischen Diploms in Psychologie darstellt.
Der BDP begrüßt darüber hinaus die Möglichkeit der Bildung von Plattformen. Der Verband geht davon aus, dass die EFPA nach der Verabschiedung einen entsprechenden Vorschlag vorlegen wird. Bestandteil dieses Vorschlags werden das Europa-Diplom, der europäisch harmonisierte Ethik-Code und weitere Aspekte der Qualitätssicherung psychologischer Dienstleistungen sein.
Christa Schaffmann, Pressesprecherin Glinkastr. 5, 10117 Berlin Tel. (49) 30 - 209 149 59 Fax: (49) 30 - 209 149 66
e-Mail: presse@bdp-verband.org
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