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Pressemitteilung Asylpolitik ebnet Boden für ÜbergriffeBDP empört über Vorgehen gegen afghanischen Flüchtling Daved M. Mit Empörung und mit Unverständnis hat der Berufsverband Deutscher
Psychologinnen und Psychologen (BDP) die tragischen Konsequenzen der Festnahme
des afghanischen Flüchtlings Daved M. zur Kenntnis genommen. Daved M. war
infolge seiner Festnahme und der angedrohten Abschiebung in der Hamburger Ausländerbehörde
zusammengebrochen und wird aktuell wegen Suizidgefahr stationär behandelt. Im vorliegenden Fall handelt es sich aus Sicht des Psychologenverbandes um einen Menschen, der in seinem Heimatland einen Krieg mit großer Brutalität erlebt hat und dessen Ängste vor einer Abschiebung begründet sind. Laut amnesty international (Jahresbericht 2005) ist Afghanistan ein Land, in dem die Kämpfe der Warlords andauern, die Entwaffnung von Milizen nicht vorankommt und Folter an der Tagesordnung ist. Das Vorgehen der Behörden im konkreten Fall nimmt der BDP zum Anlass, um seine Sorge wegen der restriktiven Asylpolitik in der Bundesrepublik ausdrücken, die den Boden für solche Übergriffe gegenüber Flüchtlingen und Migranten überhaupt erst ebnet. Der Verband weist darauf hin, dass eine unfreiwillige Rückführung in ihre Herkunftsländer angesichts der dort erlittenen Traumatisierung eine ernste Gefahr für die psychische und auch körperliche Gesundheit dieser Menschen und eine fundamentale Verletzung ihrer Würde und ihrer Integrität bedeutet.
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