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Pressemitteilung Psychologen machen sich stark für PatientenverfügungenDeutscher Psychologentag in Potsdam setzt seine Beratungen fort Beim Deutschen Psychologentag in Potsdam, wo seit gestern (Donnerstag) rund
600 Psychologen aus dem deutschsprachigen Raum konferieren, haben sich Vertreter
des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) für
eine möglichst rasche gesetzliche Regelung von Patientenverfügungen
ausgesprochen. Nachdem bereits die alte Bundesregierung ein entsprechendes Gesetz
auf den Weg aber nicht mehr durchs Parlament gebracht hatte, sei dies eine wichtige
Aufgabe der neuen Regierung. Die beim Kongress anwesenden Experten verschiedener
Verbände empfahlen vor dem Verfassen einer solchen Verfügung unbedingt
eine Beratung. Nur so könnte die Verfügung individuell auf den Verfasser
zugeschnitten werden und später für Ärzte und Betreuer eindeutig
sein. Vom Ausfüllen jedweder vorgedruckter Formulare rieten sie ab.
Sie plädierten im Unterschied zur Enquete-Kommission des Bundestages mit
Nachdruck dafür, Patientenverfügungen auch auf Krankheiten zu beziehen,
die noch keinen tödlichen Verlauf haben, wie Demenz und Wachkoma. Problematisiert wurde während des Kongresses in Potsdam von verschiedenen Seiten die Frage, von welchem Alter an Jugendlichen das Recht auf Ablehnung lebenserhaltender Maßnahmen gegeben werden solle und wo die Grenze für die Entscheidungsfähigkeit von Patienten mit psychischen Erkrankungen liege.
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