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Pressemitteilung
Nr. 31/05
16. Dezember 2005

Eingruppierung von Psychologen nicht ohne den BDP

Vertreter von BDP und ver.di berieten über weitere Strategie für Tarifverhandlungen und berufspolitische Fragen

Vertreter des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) und der Gewerkschaft ver.di trafen sich am 16. Dezember zu einem Spitzengespräch in der ver.di-Zentrale in Berlin. Dabei wurden die Sorgen vieler Psychologen und Psychotherapeuten im Zusammenhang mit dem neuen TVÖD sowie weitere berufspolitische Fragen angesprochen. Obwohl der neue TVÖD seit Oktober dieses Jahres in Kraft ist, stehen die Verhandlungen mit den Arbeitgebern darüber, in welche Entgeltgruppen die einzelnen Berufsgruppen zukünftig fallen werden, erst noch bevor. Diese Eingruppierung wird in einer Vergütungsordnung zu regeln sein, die bis Ende 2007 mit den Arbeitgebern ausgehandelt sein soll.

BDP und ver.di verständigten sich darüber, dass der Berufsverband in Vorbereitung auf diese Verhandlungen an der Definition der Kriterien für die Eingruppierung bestehender Berufe mitarbeiten und ver.di auch in bezug auf die Entwicklung neuer Berufsbilder mit Bachelor- und Masterprofilen beraten wird. Der Verband sicherte sich damit im Interesse seiner Mitglieder den notwenigen Einfluss auf diese Verhandlungen.

Gegenstand des Gesprächs war auch die vom BDP bemängelte Fachaufsicht psychotherapeutischer und psychologischer Tätigkeit durch Ärzte, die von beiden Seiten als anachronistisch angesehen wird. BDP und ver.di erwarten, dass sich die Weisungsbefugnis der Ärzte gegenüber den anderen Heilberufen durch die Reorganisation von Krankenhäusern wahrscheinlich ändern werde. Sie halten darüber hinaus jedoch gesetzgeberische Aktivitäten für notwendig, die jedoch nur mittelfristig zu erreichen sind.

Die Novellierung des PsychThG im Hinblick auf die Psychotherapeutenausbildung ist auch ver.di ein dringendes Anliegen, das in Gesprächen mit dem Gesundheitsministerium schon Anfang des nächsten Jahres weiter verfolgt werden soll. Das Ziel dieser Gespräche sei die tarifliche Würdigung der Tatsache, dass es sich bei den Psychotherapeuten in Ausbildung um Menschen mit abgeschlossenem Hochschulstudium (in Psychologie) handelt. Die heutige Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten müsse in eine Form der strukturierten Weiterbildung transformiert werden, mit der entsprechenden Eingruppierung in die Entgeltgruppe.

Im Hinblick auf die gegenwärtigen Auseinandersetzungen über den TVÖD an Landeseinrichtungen wie Universitäten und Universitätskliniken kündigte ver.di an, im kommenden Jahr den Druck auf die Arbeitgeber zur Übernahme des TVÖD zu erhöhen. Der BDP versprach, ver.di und damit die an Hochschulen und Universitätskliniken beschäftigten Psychologen dabei zu unterstützen.

Mit großer Sorge betrachten beide Seiten die konkreten politische Pläne zur Privatisierung von Universitätskliniken. Sie erwarten auf Dauer eine erhebliche Verschlechterung der stationären Gesundheitsversorgung und auch den Abbau von Arbeitsplätzen.
Der BDP forderte ver.di auf, überall dort, wo ver.di Haus- oder Konzern-Tarifverträge aushandelt, schon heute eine entsprechende Eingruppierung von Psychologen, Psychotherapeuten und Psychotherapeuten in Ausbildung zu verhandeln.

Beide Seiten waren sich darin einig, dass der Marburger Bund in erster Linie die Interessen der angestellten Ärzte vertritt und in dieser Weise in den bisherigen Tarifverhandlungen aufgetreten ist. Daher bleibt für den BDP ver.di der natürliche Partner in den kommenden Tarifverhandlungen und -auseinandersetzungen.

Auf offene Ohren stieß die vom BDP vorgeschlagene Zusammenarbeit im Bildungsbereich. Hierzu sollen im nächsten Jahr weitere Gespräche geführt werden.

An dem Gespräch nahmen BDP-Präsidentin Carola Brücher-Albers, Vizepräsidentin Julia Scharnhorst, Hauptgeschäftsführer Armin Traute und Elisabeth Götzinger, Vorstandsmitglied der Sektion Angestelle und Beamtete Psychologen im BDP, sowie auf ver.di-Seite Ellen Paschke, im Bundesvorstand von ver.di für den Gesundheitsbereich zuständig, und Gerd Dielmann teil.



Christa Schaffmann, Pressesprecherin
Glinkastr. 5, 10117 Berlin
Tel. (49) 30 - 209 149 59
Fax: (49) 30 - 209 149 66
E-Mail: presse@bdp-verband.org