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Pressemitteilung
Nr. 20/06
18. Oktober 2006
Druck auf Gehälter durch Arbeitgeber
ver.di macht sich stark für Psychologen und Psychotherapeuten
Mit großer Sorge beobachtet der Berufsverband Deutscher Psychologen
(BDP) die Versuche kommunaler und anderer Arbeitgeber, neue Verträge mit
Diplom-Psychologen, Psychologischen Psychotherapeuten (PP) und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten
(KJP) abzuschließen
und dabei Entgeltgruppen festzuschreiben, die weit unter der Qualifikation und
den Tätigkeitsmerkmalen der Betroffenen liegen. Solche Angebote gehen hinab
bis zur Entgeltgruppe 11. Elisabeth Götzinger vom BDP warnt davor, sich
auf solche Verträge einzulassen.
Auch seitens der Arbeitsgruppe "Entgelt öffentlicher Dienst" bei
ver.di, in der Laszlo Pota die Interessen der BDP-Mitglieder vertritt, werden
solche Versuche der Arbeitgeber als völlig unakzeptabel angesehen. Die
Spanne für die genannten Berufsgruppen liege zwischen den Entgeltgruppen
13, 14 und 15, keinesfalls darunter.
Die genannte Arbeitsgruppe bei ver.di hat in Vorbereitung auf grundsätzliche
Entscheidungen der Bundestarifkommission bei ihrem jüngsten Treffen in
Göttingen festgelegt: "Beschäftigte mit Tätigkeiten, die
sich aus dem Grundmerkmal der EG 13 durch das Erfordernis einer Zusatz- oder
Spezialausbildung per Gesetz vorgeschrieben herausheben, sowie Beschäftigte,
die ohne diese Zusatz- oder Spezialausbildung aufgrund entsprechender Kenntnisse
oder Fertigkeiten diese oder gleichwertige Tätigkeiten ausüben, sollen
in die Entgeldgruppe 15 eingeordnet werden (fachärztlichäquivalente
Eingruppierung)". Der BDP, der seit langem die Gleichstellung der approbierten
Psychologen mit den Fachärzten fordert, steht hundertprozentig hinter dieser
Forderung. Für Diplom-Psychologen hieße das künftig EG 13, für
PiA im Praktischen Jahr EG 14 (wie Ärzte in der Weiterbildung zum Facharzt)
und für PP und KJP EG 15. Leitungspositionen sind extra zu behandeln und
mit EG 14 oder 15 zu entgelten.
Voraussichtlich werden die Gespräche über die Details der Eingruppierung
von ver.di mit den Arbeitgebern genau wie die zwischen Marburger Bund und Arbeitgebern
noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Laszlo Pota erwartet endgültige Festlegungen
Anfang 2007.
Christa Schaffmann, Pressesprecherin Glinkastr. 5, 10117 Berlin
Tel. 030 - 209 149 59
Fax: 030 - 209 149 66
E-Mail: presse@bdp-verband.org
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