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Pressemitteilung Wann trifft es eine saarländische Schule?Psychologen kritisieren falsche Weichenstellungen im Bildungsministerium Während bundesweit nicht zuletzt unter dem Eindruck des Amoklaufs an
einer Schule in Emsdetten die Notwendigkeit einer verstärkten schulpsychologischen
Arbeit wächst, setzt die CDU im Saarland auf Sozialarbeit. "Wir können
schließlich nicht hinter jeden Schüler einen Schulpsychologen stellen",
so Kultusminister Jürgen Schreier. Ausgerechnet in dem Bundesland, das
- was die Ausstattung mit Schulpsychologen betrifft - ohnehin schon Schlusslicht
ist, besteht auf Seiten der Regierung keine Bereitschaft, den Erosionsprozess
des schulpsychologischen Dienstes aufzuhalten. Im Saarland ist ein Schulpsychologe
für bis zu 18.000 Schüler zuständig. Das sind nach Einschätzung
von Monika Fixemer, Vorsitzende der Landesgruppe Saarland im Berufsverband
Deutscher Psychologen (BDP), unhaltbare Zustände, die zu schlimmsten Befürchtungen
Anlass geben. Wo Schulpsychologen zur Krisenbewältigung, zur täglichen
Verbesserung des Schulklimas und zur täglichen Wahrnehmung z.B. ausgegrenzter
Schüler nicht zur Verfügung stehen, ist das Scheitern von
Schülern und Lehrern, aber auch Gewalt vorprogrammiert, so Fixemer. Die saarländischen Psychologen fordern die unverzügliche Schaffung von mindestens 19 zusätzlichen Stellen für Schulpsychologen. Saarländische Schüler müssten wegen des Fehlens von Schulpsychologen bis zu neun Monate auf einen Termin warten. Kritik übten die Psychologen an der Politik des saarländischen Kultusministers Jürgen Schreier. Nach der Föderalismusreform dürfe sich niemand mehr vor der landespolitischen Verantwortung für Schulen und Bildung drücken.
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