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Pressemitteilung Die Droge Alkohol ist keine BagatelleMehr Augenmerk auf jugendliche Konsumenten Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) begrüßt die Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) und weiteren Partnern, die Suchtwoche 2007 dem Schwerpunkt "Alkoholkonsum bei Jugendlichen" zu widmen. Repräsentative Untersuchungen haben gezeigt, dass im letzten Jahr der Alkoholkonsum von Jugendlichen zwischen 16 und 17 im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen ist. Viele Jugendliche erleben im Alter von 12 bis 18 Jahren bereits eine Überforderung, insbesondere wenn sie bereits traumatische Erlebnisse, viele negative Erfahrungen, fehlende Vorbilder, falsche Ideale, geringe persönliche Erfolge, Perspektivlosigkeit geprägt haben. Sie stehen weitgehend orientierungslos einer leistungsorientierten Gesellschaft gegenüber, die die nicht Erfolgreichen kaum beachtet. Hohe Scheidungsraten und viele vom Wohlfahrtsstaat abhängige Menschen stehen Bildern aus der Werbung gegenüber, die für jede Art von Problemen eine Pille oder ein Bier bereit hält. Für Jugendliche ist aber von größter Bedeutung, dass sie als soziale Wesen Beachtung finden und nicht übersehen werden. Jeder Mensch muss eine ausreichende emotionale Sicherheit und eine zuverlässige Versorgung in seiner Kindheit erleben, um Schritt für Schritt in einer stetigen Entwicklung seine eigene Persönlichkeit aufbauen zu können. Wird diese emotionale Grundversorgung in der Kindheit nicht geboten, wird der Jugendliche immer auf der Suche nach Sicherheit, Dazugehörigkeit und Versorgung sein, bevor er in der Lage ist, eigene Schritte in die Unabhängigkeit zu wagen. Suchtkranke Jugendliche sind in der Regel in einer Atmosphäre der Unsicherheit und Unberechenbarkeit aufgewachsen. Wann überschreitet ein Mensch, der "zu viel" trinkt, die Grenze zur Sucht?
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