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Wenn das Erlebte zum ständigen Alptraum wird Posttraumatische Belastungsstörung kann erfolgreich psychologisch behandelt werdenFaltblatt informiert über die seelischen Folgen extrem belastender Ereignisse Opfer von Unfällen, Naturkatastrophen, (krimineller) Gewalt oder Folter werden nicht nur körperlich, sondern auch seelisch verletzt. Während die körperlichen Verletzungen meist behandelt werden, werden die psychischen Verletzungen häufig von den Betroffenen selbst verdrängt und von professionellen Helfern verkannt. Opfer von Belastungen, die über die normale menschliche Erfahrung hinausgehen, weisen jedoch, trotz sehr unterschiedlicher persönlicher Zusammenhänge, eine Reihe ähnlicher Symptome auf. So berichten viele von Ängsten, Freudlosigkeit, immer wiederkehrenden Erinnerungen und einer allgemeinen Nervosität. Diese Folgen einer Extrembelastung werden in der Fachsprache als Posttraumatische Belastungsstörung bezeichnet. Um sowohl Betroffenen als auch Angehörigen und Helfern einen Überblick über das Erscheinungsbild und die Behandlungsmöglichkeiten dieser Störung zu geben, hat der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) in Zusammenarbeit mit der Christoph-Dornier-Stiftung für Klinische Psychologie (CDS) ein Informationsfaltblatt über die Posttraumatische Belastungsstörung herausgebracht. Darin werden zunächst deren Symptome beschrieben, die sich in drei Hauptgruppen unterteilen lassen: Erinnerungssymptome, Vermeidungssymptome und Übererregungssymptome. Als Erinnerungssymptome, auch Intrusionen genannt, werden die immer wiederkehrenden Erinnerungen an das belastende Ereignis bezeichnet. Häufig werden die Betroffenen von diesen Bildern vor dem Einschlafen oder in Alpträumen gequält. Die Erinnerungssymptome sind mit starken Gefühlen verbunden, die die Betroffenen wiederholt in seelische Erschütterung versetzen. Vermeidungssymptome äußern sich in dem Versuch der Betroffenen, Gedanken und Situationen, die sie an das traumatische Ereignis erinnern könnten, bewusst zu verdrängen und zu vermeiden. Das führt häufig dazu, dass sich diese Menschen von sozialen Kontakten zurückziehen und auch das Interesse an sonstigen Aktivitäten verlieren. Die Übererregungssymptome sind eine Folge der ständigen inneren Anspannung. Häufig sind traumatisierte Menschen extrem reizbar und ständig zu Wutausbrüchen geneigt. Außerdem klagen sie häufig über Probleme beim Ein- und Durchschlafen. Wie der BDP in seinem Faltblatt betont, kann eine Posttraumatische Belastungsstörung auch bei zuvor völlig gesunden Menschen auftreten, vor allem, wenn es sich um ein unerwartetes, extrem belastendes Ereignis handelt. Die Anzeichen der Störung können dabei entweder sofort nach dem Ereignis oder auch verzögert, nach einer relativ langen, symptomfreien Zeit, auftreten. Bei der Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung haben sich psychotherapeutische Maßnahmen als erfolgreich erwiesen. Unter fachlicher Anleitung werden die Betroffenen aufgefordert, sich noch einmal so intensiv wie möglich mit dem Ereignis auseinanderzusetzen. Dadurch können in der Behandlung die besonders belastenden Momente durchgearbeitet werden, was zu einem Nachlassen der posttraumatischen Symptome führt. Das Faltblatt gibt sowohl den Betroffenen selbst als auch deren Angehörigen, sowie Ärzten und anderen an der Gesundheitsversorgung Beteiligten (z.B. Mitarbeitern von Krankenkassen) wissenschaftlich fundierte, zugleich aber für den Laien verständlich geschriebene Auskunft über die Art und den Verlauf der Erkrankung und ihre psychologische Behandlung. Das Faltblatt ist gegen Einsendung eines frankierten Rückumschlages (Porto 0,51 Euro) kostenlos erhältlich beim Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP), Referat PR & Marketing, Glonkastr. 5-7, 10117 Berlin. idp |
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