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Wenn die Gedanken verrückt spielen Neue Erkenntnisse in der Erforschung der SchizophrenieSchizophrenie ist nicht unbedingt gleich Wahn Schizophrenie ist für die meisten die bekannteste der schweren psychischen Störungen und eine der erschreckendsten. Aus Filmen wie "Einer flog über das Kuckucksnest" sind den meisten Symptome wie Wahnvorstellungen oder katatoner Stupor, das stundenlange Verharren in einer Position, bekannt. Viel typischer für eine Schizophrenie sind allerdings Denkstörungen, wie der folgende Bericht eines Betroffenen zeigt: "Meine Gedanken gehen ihre eigenen, wirren Wege. Ich fange an, über irgend etwas nachzudenken oder zu sprechen, aber ich komme nie da an, wo ich hin will. Stattdessen marschiere ich in die falsche Richtung und werde unterwegs von allen möglichen Dingen aufgehalten, die zwar irgendwie mit dem, was ich sagen will, zusammenhängen, aber ich weiß nicht, wie. Die Leute, die mir zuhören, kennen sich noch weniger aus als ich ... Mein Problem ist, dass ich zu viele Gedanken habe. Wenn Sie an irgend etwas denken, zum Beispiel diesen Aschenbecher, dann denken Sie bloß: 'Oh ja, das ist da, um eine Zigarette reinzulegen', ich würde das auch denken aber gleichzeitig noch ein Dutzend andere Dinge, die irgendwie damit zu tun haben." Manche Menschen haben ein erhöhtes Erkrankungsrisiko Bei der Auswertung des Fragebogens zeigte sich ein Zusammenhang zwischen einem bestimmten Aussagenkomplex und einem erhöhten Erkrankungsrisiko. Die auffälligen 23 subjektiven Aussagen ließen sich unter dem Oberbegriff "kognitiv-sprachliche Fehlleistungen" zusammenfassen. Hierunter fielen Angaben wie: "Manchmal schleichen sich in das, was ich sage, verkehrte Ausdrücke ein", "Wenn ich mehrere Sachen zugleich machen muss, verliere ich schnell den Überblick" oder "Alltägliche Wörter scheinen manchmal eine eigentümlich fremdartige Bedeutung zu haben." Bislang wurden solche Denkmuster noch nicht mit Schizophrenie in Verbindung gebracht. Wenn sich der gefundene Zusammenhang in weiteren Studien bestätigt, ist ein weiterer Schritt zum Verständnis dieser immer noch rätselhaften Erkrankung getan, und es ergeben sich vielleicht auch neue Wege zu ihrer Behandlung. Anke Gulbins (idp) |
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