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1946 – 200660 Jahre Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen 1946 gründeten 21 "Berufspsychologen" in Hamburg den Berufsverband Deutscher Psychologen. Obwohl schon damals immerhin ein Drittel der Gründungsmitglieder Frauen waren, kamen diese im Verbandsnamen erst in den 90er Jahren hinzu. Mittlerweile dominieren die Frauen im Verband die männlichen Mitglieder zumindest zahlenmäßig eindeutig (2/3 – 1/3) und somit verdankt der BDP vorrangig ihnen seinen Status als bedeutendste berufspolitische Vertretung für selbstständige und angestellte/beamtete Psychologinnen und Psychologen in Deutschland. Darin ohne Einschränkung eingeschlossen sind die Psychologischen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten. Denn als einziger Berufsverband sieht sich der BDP – in seiner Satzung verankert – auf die Anbindung der Psychotherapie an die Psychologie verpflichtet. Der Beruf des Diplom-Psychologen / der Diplom-Psychologin ist kaum älter als der BDP und dennoch aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Stereotypen und Klischees zu diesem Beruf sind im Laufe der Zeit in dem Maße verblasst, in dem mehr und mehr Menschen individuell oder als Teil von Organisationen mit Psychologinnen und Psychologen "leibhaftig" in Kontakt gekommen sind und positive Erfahrungen aus deren Arbeit ableiten konnten. Den beruflichen Anwendungen der wissenschaftlichen Psychologie sind aber noch lange keine Grenzen gesetzt. Soweit sich gesellschaftliche Entwicklungen voraussehen lassen, mögen die größten Anforderungen an psychologische "Interventionen" und vielleicht die größten "Bewährungsproben" für das Leistungspotential des Berufsstandes sogar noch ausstehen. Nach 60 Jahren alles in allem durchaus erfolgreicher Arbeit geht der BDP jedenfalls auch in die nächsten Jahrzehnte mit der Zuversicht, dass Psychologinnen und Psychologen ihre Stellung in der Gesellschaft und ihre Bedeutung für die Gemeinschaft weiter ausbauen werden. Denn Interessen und Interessenkonflikte werden nicht aus der Welt zu schaffen sein. Ändern lässt sich die Art und Weise damit umzugehen: Der genuin psychologischen Beratung, die Gegensätze integriert und damit konstruktiv umzugehen sucht, gehört deshalb die Zukunft. Denn eine Rechnung ohne den Faktor Mensch geht letzten Endes nicht auf. Die Möglichkeiten des Einzelnen sind allerdings begrenzt. In unserer pluralistischen Gesellschaft kommt den Organisationen die Rolle zu, die Interessen ihrer Klientel gebündelt zu vertreten und zugleich Informant, Werber, Multiplikator etc. für deren Angebot und Nutzenpotential zugunsten Einzelner, Gruppen und "der Gesellschaft" zu sein. Das gilt natürlich auch für die Psychologenschaft. Es ist die Stärke des BDP, als Gesamtverband aller Psychologinnen und Psychologen ein Gegengewicht zur Zersplitterung in kleine und kleinste Fachverbände zu setzen. Indem er die gemeinsame berufliche Indentität aller Psychologinnen und Psychologen wahrt, bleibt der BDP auch in Zukunft der potente und dynamische Partner seiner Mitglieder und der vorrangige Ansprech- und Verhandlungspartner der Politik und der Öffentlichkeit. Das ist die kaum zu überschätzende Stärke eines Verbandes, der einen Berufsstand in seiner Gänze zu repräsentieren vermag. Die eingangs erwähnten Gründungsmitglieder schrieben dies bereits programmatisch in die erste Satzung: "Der BDP vertritt die in ihm zusammengefasste Psychologenschaft in allen Berufsangelegenheiten...". Wenn Sie in den angefügten Beiträgen und Dokumenten zur Geschichte des BDP etwas schmökern, werden sie feststellen – manchmal erstaunt, manchmal sicher amüsiert - dass es über die vorgenannte Programmatik hinaus nicht wenige weitere Themen gibt, die vor 50 bis 60 Jahren bereits aktuell waren bzw. heute noch immer aktuell sind. Wir danken allen, die die Veröffentlichung der Beiträge ermöglicht haben, und wünschen Ihnen ein vergnügliches Leseerlebnis.
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