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Was ist Psychologie? Was ist Psychotherapie? Psychologensuche Psychologie-Studium Beruf Psychologe FAQ Titelanerkennung Fort-/Weiterbildung Testrezensionen |
Glossar KunsttherapieTherapie mit bildnerischen Mitteln, therapeutische Richtung, die Elemente der Psychotherapie mit unerschlossenen Quellen von Kreativität und Audruck von Klienten verbindet. Kunsttherapie umfasst je nach Ausrichtung neben den klassischen bildenden Künsten auch Musik, Tanz, theatralische Inszenierung und gar Dichtung oder - allgemeiner - Formen der Sprachkunst. In einzelnen Verfahren der Kunsttherapie wird gezielt ein Brückenschlag zwischen den Künsten provoziert; etwa durch die musikalische Stimulation körperlicher Bewegung und die Anregung, farbige Spuren der Bewegung zu erzeugen. "Irrenkunst" erregte zeitweise in Künstlerkreisen erhebliche Aufmerksamkeit, und einige Patienten fanden durch Ausstellungen und Verkauf von Bildern selbst Anerkennung als Künstler. Gleichwohl erscheint es angesichts des Werthorizonts des Begriffes "Kunst" manchem Vertreter von bildnerischen Therapieformen angemessener von "Gestaltungstherapie" zu sprechen. Jedenfalls steht Kunsttherapie eher für die Arbeitsweise der Künste als für die Aura von "Kunst". Eine wesentliche Indikation zur Kunsttherapie ist eingeschränkte rational-verbale Zugänglichkeit. So sind psychiatrisch institutionalisierte Personen und Kinder sowie bestimmte (jugendliche) Randgruppen (Delinquenz) bevorzugte Kandidaten der Kunsttherapie. Die stabilisierende Wirkung des "Hervorbringens" in Verbindung mit der Sinnstiftung durch Symbolisierung führt zum Einsatz von Kunsttherapie in der Betreuung von Todkranken, aber auch in der Erwachsenen-Psychosomatik (z.B. mit Angstpatienten), der Therapie von Depressiven oder von Klienten nach einem Schädel-Hirntrauma. R.Schö. ![]() |
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